Zaida Bergeroth

Tove

Helsinki in den Nachkriegsjahren: Tove möchte Malerin werden, berühmt und reich wird sie jedoch mit ihren eher nebenbei gezeichneten Mumin-Geschichten. Dennoch versucht die eigensinnige junge Frau ihren Weg zu gehen, in der Kunst wie in der Liebe.

Tove tanzt. Wild, ungestüm. Die Anfangssequenz gibt den Rhythmus eines unkonventionell erzählten Biopics vor. Das Leben der wohl bekanntesten Autorin und Zeichnerin Finnlands wird hier nicht von der Wiege bis zur Bahre nacherzählt, vielmehr lernen wir Tove Jansson (1914–2001), die Erfinderin der Mumins, kennen, als sie sich im Helsinki der Nachkriegszeit ihre erste eigene Wohnung ohne Strom und mit zugigen Fenstern mietet. Die junge Frau befindet sich in einer Sinn- und Schaffenskrise: Tove lebt in einer offenen Beziehung mit dem linken Politiker Atos, fühlt sich aber auch zu der freizügigen Theaterregisseurin Vivica hingezogen. Sie möchte sich als Malerin und politische Karikaturistin verwirklichen, doch es sind ihre nebenbei gezeichneten Mumin-Geschichten, die Abenteuer der nilpferdartigen Trollwesen, mit denen sie reich und berühmt wird. Alma Pöysti als Tove ist eine Entdeckung. Sie zeigt die Künstlerin als eigensinnige Frau, die sich ihr Leben nicht vorschreiben lässt, sondern sich selbst immer neu findet und erfindet.

deutsche Synchronfassung & schwedische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Details

  • Land

    Finnland+Schweden
  • Jahr

    2020
  • Regie

    Zaida Bergeroth
  • Drehbuch

    Eeva Putro
  • Preise


Besetzung

Alma Pöysti (Tove Jansson), Krista Kosonen (Vivica Bandler), Shanti Roney (Atos Wirtanen), Joanna Haartti (Tuulikki Pietlä), Robert Enckell (Viktor Jansson), Kajsa Ernst (Signe Jansson)

Themen

Biografie, Freiheit, Geschlechterrollen, Kunst, Liebe, Selbstbestimmung

Geeignet für folgende Schulfächer

Deutsch, Geschichte, Kunst

Empfohlen für

10., 11., 12., 13. Klasse

Begleitmaterial